15 Mai 2020

Mirage IIIC: Eine trügerische Gestalt

Die Mirage IIIC ist die erste Produktionsversion einer der berühmtesten französischen Düsenjägerfamilien des Kalten Krieges. Die mit Spannung erwartete Mirage IIIC repräsentiert den damaligen Stand der Luftfahrt-Technologie und kommt endlich mit dem neuen großen Update in War Thunder an und wird zum neuen Kronjuwel der französischen Luftfahrt!

In Kürze: Die erste Serienversion eines kultigen französischen Düsenjägers aus dem Kalten Krieg, der sich durch hervorragende Flugeigenschaften und ein riesiges und tödliches Waffenarsenal auszeichnet.

Mirage IIIC, Strahljäger, Frankreich, Rang VI.

Pro

  • Mach 2-fähig
  • Großes Raketenarsenal
  • Hervorragende Agilität

Kontra

  • Limitierte Munition
  • Hoher Energieverlust bei Manövern
Geschichte

Im Jahr 1952 gab die französische Regierung eine Anforderung für ein leichtes Allwetter-Jagdflugzeug heraus, das Überschallgeschwindigkeiten erreichen kann. Drei französische Flugzeughersteller folgten dem Aufruf und entwarfen neue Flugzeuge, die den vorgegebenen Spezifikationen entsprachen. Unter ihnen war Dassault Aviation, die die MD.550 Delta entwickelten - eine einmotorige Deltaflügel-Konstruktion mit einem großen Seitenleitwerk und Vorkehrungen für ein zusätzliches Antriebssystem in Form eines Raketentriebwerks.

Der Prototyp MD.550 Delta erhob sich erstmals im Juni 1954 in die Luft. Nachdem die Flugdaten ausgewertet worden waren, erfuhr die Konstruktion einige Änderungen und erhielt den offiziellen Namen Mirage I. Nachfolgende Testflüge des umgestalteten Prototyps zeigten Verbesserungen in der Flugleistung, aber Dassault kam schnell zu dem Schluss, dass das Flugzeug zu klein und leicht war, um die erforderlichen kampffähigen Fähigkeiten zu erfüllen, und so wurde der Prototyp schließlich verschrottet.

Dassault wollte die Konstruktion jedoch nicht aufgeben. Stattdessen setzte das Unternehmen die Entwicklung des Flugzeugs fort und entwickelte schnell eine vergrößerte und leistungsstärkere Version mit dem Namen Mirage II. Mit dem Aufkommen leistungsstärkerer Versionen der SNECMA-Atar-Triebwerke in den späten 1950er Jahren wurde das Mirage II-Konzept aufgegeben, noch bevor es das Reißbrett verließ, und Dassault begann sofort mit der Arbeit an einer noch größeren Version des Flugzeugs mit den neuen Triebwerken. Das Ergebnis dieses Unterfangens war die Erschaffung der Mirage III.

Zu diesem Zeitpunkt hatte das Flugzeug auch die Aufmerksamkeit der französischen Luftwaffe erregt, was Dassault dazu veranlasste, mit der Weiterentwicklung fortzufahren. Im November 1956 erhob sich die Mirage III zum ersten Mal in die Luft, und nach einer Reihe von Testflügen bestellte die französische Luftwaffe 10 Vorserienmaschinen mit der Bezeichnung Mirage IIIA.

Nach positiven Erfahrungen mit den Vorserienmaschinen erteilte das Militär einen weiteren Auftrag über 95 Maschinen der ersten Produktionsversion mit der Bezeichnung Mirage IIIC. Diese Version des Mirage flog zum ersten Mal im Oktober 1960 und wurde 1961 offiziell in Dienst gestellt und blieb bis Ende der 1980er Jahre bei französischen Einheiten im Einsatz.

Neben dem Dienst für Frankreich wurde die Mirage IIIC auch während des Sechstagekriegs und des Jom-Kippur-Kriegs Ende der 1960er und Anfang der 1970er Jahre ausgiebig bei der israelischen Luftwaffe eingesetzt. Einige der israelischen Mirage wurden später nach Argentinien verkauft, das wiederum seine Mirage im Falklandkrieg der 1980er Jahre einsetzte.

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Die lange geforderte und mit Spannung erwartete Mirage IIIC wird mit der Veröffentlichung des bevorstehenden Updates endlich in War Thunder eintreffen. Dank der Kombination ihrer hervorragenden Flugleistungen, die sie ihrer Delta-Flügelkonstruktion und ihrem leistungsstarken Triebwerk verdankt, sowie ihrer großen Auswahl an Raketenbewaffnung wird die Mirage IIIC nach ihrer Einführung in das Spiel im Rahmen des nächsten großen Updates zu Recht ihren Platz an der Spitze des französischen Luftfahrt-Baums einnehmen!

Obwohl die Mirage IIIC ein optisch beeindruckendes Flugzeug ist, wäre sie nicht mehr als ihren Schrottwert wert, hätte sie nicht ihr extrem leistungsstarken SNECMA Atar 9B-Turbinenstrahltriebwerks. Mit einer Schubkraft von 6.000 kgf (58,8 kN) ermöglicht das Atar 9B der Mirage IIIC eine Höchstgeschwindigkeit von 2.112 km/h (Mach 2) in einer Höhe von 15.000 m. 

Darüber hinaus hat ie Mirage IIIC ein zusätzliches Ass im Ärmel, das nicht viele Flugzeuge im Spiel besitzen - ein sekundäres Antriebssystem in Form des Raketentriebwerks SEPR 844, das unterhalb des Heckteils montiert ist. Wenn dieses Raketentriebwerk montiert ist, erzeugt es über seine lange Laufzeit von 80 Sekunden einen zusätzlichen Schub von 1.500 kgf, wodurch das Flugzeug für kurze Zeit höhere Beschleunigungsraten erreichen kann.

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Wie bereits erwähnt, ist diese Raketenkapsel jedoch kein integraler Bestandteil des Flugzeugs. Stattdessen wird sie je nach der von den Piloten gewählten Waffenzuladung an das Flugzeug angepasst (oder auch nicht). Konkret wird der Raketenantrieb nur dann eingebaut, wenn die Piloten eine "Abfangraketenladung" wählen, d.h. eine Ladung, die die IR-gelenkte AAM Matra R530 sowie andere Luft-Luft-Raketen enthält. Auf der anderen Seite wird der Raketen-Booster nicht verfügbar sein, wenn sich die Beladung mehr auf den Bodenangriff konzentriert oder wenn die Nutzlast des Flugzeugs maximal ausgenutzt wird.

Fun Fact: 1958 war die Mirage III das erste europäische Flugzeug, das im Horizontalflug Geschwindigkeiten von Mach 2 überschritt.

Nachdem wir oben bereits kurz das Thema der Waffen der Mirage IIIC angesprochen haben, können wir nun auch auf einige weitere Einzelheiten eingehen. Nach der Erforschung der Mirage IIIC, finden die Piloten ein Flugzeug vor, dessen Standardbewaffnung aus zwei 30 mm DEFA-Kanonen mit einem Munitionsvorrat von nur 125 Schuss pro Lauf besteht. Aufgrund der hohen Feuerrate der DEFAs werden die Piloten in der Lage sein, die Munition des Mirage in weniger als 6 Sekunden Dauerfeuer zu entleeren. Mit anderen Worten: Es ist von größter Wichtigkeit, die Munition zu sparen und während eines intensiven Luftkampfes nur sehr kurze Salven auf den Feind abzufeuern, es sei denn, man will zu den ungünstigsten Zeiten leerlaufen.

Die begrenzte Munition der Mirage wird jedoch mehr als wettgemacht durch die Tatsache, dass das Flugzeug eine Vielzahl von Sekundärwaffen tragen kann, insbesondere eine Vielzahl von AAMs, darunter die neue R550 Magic. Darüber hinaus können ungelenkte 68 mm SNEB-Raketen, Bomben der Kaliber 250 und 400 kg sowie die AS.30 AGM auf dem Flugzeug montiert werden, um ihm mehr Vielseitigkeit im Kampf, insbesondere in kombinierten Kämpfen, zu verleihen.

Die Mirage IIIC kommt mit dem bevorstehenden großen Update zum War Thunder und wird als neue Krönung des französischen Fliegerbaums allen eifrigen Piloten entgegensehen. In der Zwischenzeit sollte ihr euch auf dem Laufenden halten, da wir weiterhin einige der Neuerungen präsentieren, die mit dem nächsten großen Update ins Spiel kommen. Bis dahin, Piloten und gute Jagd!


Euer War Thunder Team

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